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Jugendhilfe Die Mitarbeitenden der Franz von Assisi Einsichtungen, treffen mit jenen der verbundenen Standorte Donzdorf, Schwäbisch Gmünd und Unterriffingen unter dem Motto „25 Jahre Franz #connected“ zusammen. Zeitzeugen berichten.
Schwäbisch Gmünd / Bartholomä. Am 8. November dieses Jahres wird sich die Gründung der Kinder- und Jugendhilfe-Dachorganisation Franz von Assisi gGmbH (FvA, auch „Franz“ genannt) zum 25. Mal jähren. Unter ihr vereint sind das Canisiushaus in Schwäbisch Gmünd, die Vinzentius-Einrichtungen in Donzdorf, das Kinderdorf St. Josef in Bopfingen-Unterriffingen sowie außerhalb Ostwürttembergs: St. Josef in Stuttgart. Unter dem Motto „25 Jahre Franz #connected“ trafen die drei ostwürttembergischen „Franz“-Standorte in etwa in ihrer geografischen Mitte zusammen: am STB-Campus in Bartholomä. Der jährliche Grundsätze- und Leitlinientag sollte dafür genutzt werden, neue Verbindungen unter den insgesamt knapp 350 Mitarbeitenden zu knüpfen und bestehende zu stärken, wie es der FvA-Geschäftsführer Bodo Wiedenhöfer in seiner Begrüßung ausdrückte.
Zur Umsetzung dienten Workshops aus der Erlebnispädagogik, aus der Musik, der Malerei, dem Yoga, Bogenschießen, der Achtsamkeit und mehr. „Das Verbundenheits-Motto wurde beim Workshop ‘For-Rest – Waldbaden‘ zu 100 Prozent getroffen“, konstatierte etwa Anja Schupp, Erziehungswissenschaftlerin in den Canisius-Beratungsstellen, anschließend.
Zeitzeugen erzählen
Mehrere Zeitzeugen berichteten überdies von den Verhältnissen vor, während und nach der „Franz“-Gründung. Erich Staudenmaier, heute Leiter der Zentralen FvA-Dienste und zuvor knapp 23 Jahre lang Kinderdorfleiter, erzählte: „In den 90er Jahren gab es viele Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtungen in unterschiedlichen Trägerschaften. Die heutigen Franz-Standorte hatten alle die Gemeinsamkeit, dass sich die Schwestern nach und nach aus deren Leitungen zurückzogen und an weltliche Nachfolger übergaben.“ So sei damals die Idee einer gemeinsamen „Holding“ entstanden, aus der im Jahr 2000 die Gründung der Franz von Assisi gGmbH resultierte.
Stefanie Schnizer, heute Leiterin der Canisius-Beratungsstellen, begann 1997 im Canisiushaus. „Das war eine ganz andere Zeit. Auf fast keinem Tisch stand ein PC, und wenn, dann war dort kaum mehr Platz für etwas anderes.“ Und die Schwestern seien überall gegenwärtig gewesen. Die Zweifel, die mit der Übergabe in weltliche Hände einhergingen, seien mit der Zeit verflogen. „Wir sind mittlerweile erwachsen geworden. Das war auch nötig.“
Regine Kristen, heute im Ruhestand, früher Erzieherin in verschiedenen Positionen und zwei Jahrzehnte lang aktiv in der „Franz“-Mitarbeiter-Vertretung, weiß noch: „Der Umbruch geschah in einer allgemein schwierigen Zeit für die Jugendhilfe. Erst sei „Franz“ nur ein kaum spürbares Konstrukt gewesen, das jedoch mit der Zeit mit Leben gefüllt worden sei. Heute biete „Franz“ vor allem durch seine Größe einen Mehrwert an Möglichkeiten.
Das bestätigt auch Anja Schupp: „Die große Dienstgemeinschaft ist zum Beispiel von Vorteil, wenn es um fachlichen, aber auch um persönlichen Austausch geht.“ Letzteren wisse sie besonders bei der jährlichen Zusammenkunft am Grundsätze- und Leitlinientag – nicht nur im Jubiläumsjahr – zu schätzen „Auch wenn wir alle einen gemeinsamen Arbeitgeber haben – die Arbeit selbst spielt hier keine Rolle. Keiner spricht darüber.“
Als etablierter Träger der Kinder- und Jugendhilfe bieten wir ganzheitliche Angebote
für Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Wir sind ein verlässlicher Partner in der
Betreuung in Kindertagesstätten und an Schulen. Im Bereich Hilfen zur Erziehung
unterstützen wir durch bedarfsorientierte stationäre und ambulante Hilfen.