wichtiges
kinderschutzkonzept
Die Franz von Assisi Einrichtungen verfolgen mit allen pädagogischen, therapeutischen und schulischen Angeboten das Ziel, junge Menschen in ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung zu fördern und dabei mitzuwirken, dass Benachteiligungen vermieden bzw. abgebaut werden und sie vor Gefahren für ihr Wohl zu schützen und zur Schaffung positiver Lebensbedingungen beizutragen.
Diesen, in der UN-Kinderrechtskonvention verankerten Anspruch greifen wir in unseren schriftlich gefassten Grundsätzen und Leitlinien auf und vertiefen ihn im vorliegenden Konzept.
Wichtige Bausteine unseres Kinderschutzkonzeptes sind:
– Verbindliche Standards, Handlungsleitlinien und Verfahrenswege, um Gefährdungen frühzeitig zu erkennen und fachlich angemessen reagieren zu können bei Grenzverletzungen wie Gewalt, sexuellem Missbrauch und Vernachlässigung.
– Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter/innen zur Sicherung unserer Standards.
– Implementierung von Partizipationsformen für Kinder und Jugendliche. Dabei geht es um Mitsprache, Mitbestimmung und Mitgestaltung.
– In jeder Einrichtung gibt es eine Person, die die Umsetzung dieses Konzeptes absichert.
Wir haben die Charta der Vielfalt unterzeichnet, weil wir überzeugt sind, dass Vielfalt eine zentrale Stärke für unsere Arbeit und unsere Gesellschaft ist. Unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Hintergründe bereichern unsere Zusammenarbeit, fördern Innovation und tragen zu besseren Ergebnissen bei.
Mit unserer Mitgliedschaft in dem Charta der Vielfalt e.V. setzen wir ein klares Zeichen für ein respektvolles, wertschätzendes und vorurteilsfreies Arbeitsumfeld. Wir engagieren uns aktiv dafür, Chancengleichheit zu fördern und Diskriminierung in all ihren Formen entgegenzuwirken.
Vielfalt verstehen wir nicht nur als Anspruch, sondern als gelebte Haltung – im Team, in Projekten und im Austausch mit unseren Partnern.
unsere einrichtungen
partizipation
Die Teilhabe an der Gestaltung der eigenen Lebensbedingungen zählt zu den wichtigsten Einflussfaktoren, die zur seelischen Gesundheit beitragen können. Kinder und Jugendliche entwickeln vor allem dann eine positive Motivation, wenn sie Erfahrungen auf folgenden drei Ebenen machen:
- Erleben von Autonomie – Ich kann etwas entscheiden.
- Erleben von Kompetenz – Ich kann etwas bewirken.
- Erleben von Zugehörigkeit – Ich gehöre dazu und werde wertgeschätzt.
Aus diesen Erkenntnissen heraus ist es für uns selbstverständlich, der Partizipation einen hohen Stellenwert in unseren Einrichtungen zu geben. Wir bieten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch Arbeitsgruppen und Rückmeldestrukturen die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen. Übergreifende Projekte wurden in der Vergangenheit gemeinsam mit unseren Klient:innen geplant und umgesetzt. Viele dieser Projekte bestehen bis heute fort, wirken nachhaltig und wurden teilweise sogar ausgezeichnet.
Uns ist jedoch nicht nur die Beteiligung unserer Klient:innen wichtig – auch unsere Mitarbeitenden beziehen wir in dynamischen Arbeitsgruppen in wichtige Prozesse ein. Selbst diese Homepage, auf der Sie sich gerade befinden, wurde in einer Arbeitsgruppe entwickelt, überarbeitet und schließlich so gestaltet, wie sie heute zu sehen ist.
Auch bei bedeutenden Entscheidungen, wie beispielsweise der Entwicklung unseres neuen Logos, konnten die Mitarbeitenden der Franz-von-Assisi-Einrichtungen aktiv mitgestalten.
Mehr zum Prozess finden Sie hier: Kurze Geschichte zu unserem neuen Look)
Partizipation ist für uns nicht nur ein Anliegen – wir setzen sie auf verschiedenen Ebenen spürbar und erfolgreich um. Diese Strukturen werden kontinuierlich überprüft, weiterentwickelt und neu gedacht, um unserem hohen Anspruch an gelebte Partizipation gerecht zu bleiben.
zertifizierung
Mit den Zertifizierungen möchten wir unsere Arbeitsqualität kontinuierlich steigern und überprüfen sowie wettbewerbsfähig bleiben. Diese Zertifizierungen sind ein nachhaltiges Versprechen an unsere Pädagogik – sowohl gegenüber unseren Klient:innen als auch gegenüber uns selbst.
Zertifizierung der traumapädagogischen Wohngruppen durch die Bundesarbeitsgemeinschaft Traumapädagogik e.V..
Vier unserer traumapädagogischen Wohngruppen wurden zertifiziert. Die Wohngruppen, Fra Rufino, Talita, Marguerite Nauseau und Louise de Marillac durchliefen hierfür ein festgelegtes Zertifizierungsverfahren.
Die Wohngruppen wurden hinsichtlich folgender Standards überprüft:
- Grundhaltung
Selbstwirksamkeit/Selbstbemächtigung - Institutionelle Standards
- Interdisziplinäre Vernetzung und Kooperation
Die Zertifizierung erfolgte in drei Phasen:
- Orientierungsphase
- Dialogphase
- Zertifizierungsphase
Klient:innen, Mitarbeitende und Leitungskräfte haben die erforderlichen Anstrengungen geleistet, die sich nun in dieser Zertifizierung widerspiegeln. Nähere Informationen zum Prozess finden Sie hier: (Präsentation oder Zertifikate zum Thema) DBT-A Zertifizierung Infos folgen.
erlebnispädagogik
Wer von Ihnen war nicht schon einmal stolz darauf, sich getraut zu haben und dabei etwas geschafft zu haben, wovon man zunächst glaubte, es nicht zu können? Genau dieses Gefühl möchten wir unseren Klient:innen in unseren Einrichtungen durch die Erlebnispädagogik vermitteln. Dafür haben wir ausgebildete Erlebnispädagog: innen, die an allen Standorten vertreten sind. Sie greifen die aktuellen Themen und Wünsche der Bereiche auf und gestalten daraus erlebnispädagogische Aktionen. So finden an allen Standorten regelmäßig Kletteraktionen, Spielaktionen, Naturerlebnisse, Geschicklichkeitsspiele und vieles mehr statt. Bei diesen Aktionen können alle Bereiche teilnehmen – egal, ob Klient: innen aus den ambulanten Hilfen oder aus den stationären Gruppen.
Der Ansatz ist klar: Einen Ort der Begegnung schaffen, an dem jedes Individuum über sich hinauswachsen kann. Die dabei gewonnenen Lernerfahrungen können die Mitarbeitenden in den pädagogischen Alltag einfließen lassen. Es geht darum, an den eigenen Ressourcen zu wachsen und nicht den Fokus auf nicht gelungene Momente zu legen. Durch ein aktives Netzwerk der Erlebnispädagog: innen zwischen den Standorten können neue Erkenntnisse, Aktionen und Materialien ausgetauscht werden. So bleibt die Erlebnispädagogik auf einem qualitativ hohen Niveau. Viele unserer Aktionen können Sie auf unseren Social-Media-Kanälen entdecken.
medienpädagogik
In den letzten Jahren sind die Herausforderungen im Bereich der Medienpädagogik enorm gestiegen. Weltweite Krisen und der stetig wachsende Einfluss der Social-Media-Plattformen haben zu einer rasanten Entwicklung geführt. Unsere Mitarbeitenden stehen täglich vor denselben Fragen wie viele Familien:
Wie sollen die Rahmenbedingungen für Mediennutzung aussehen?
Wie können Kinder und Jugendliche motiviert werden, sich selbst und ihre Umwelt auch ohne Medien wahrzunehmen?
Und wie klären wir über Gefahren auf, ohne dabei die Chancen auszublenden? Um diese Fragen kompetent beantworten zu können, gibt es an allen Standorten Medienspezialist: innen und medienbeauftragte Personen, die sich standortübergreifend miteinander vernetzen. Ähnlich wie in der Erlebnispädagogik werden Bedarfe und aktuelle Trends aufgegriffen, um daraus medienpädagogische Einheiten zu entwickeln. Für die Umsetzung sind die Medien-AGs an den Standorten verantwortlich. Auf diese Weise wollen wir die Medienkompetenz unserer Klient:innen stärken und gleichzeitig die Chancen der Digitalisierung aufzeigen. Gespräche, Aktionen, Schulungen und viele weitere Angebote werden in unseren Einrichtungen organisiert und durchgeführt – mit dem Ziel, Klient:innen, Eltern und Mitarbeitende gleichermaßen zu unterstützen.
Qualifizierungs- und Innovationsmanagement zur Weiterentwicklung
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Über das Jahr verteilt finden in den Franz von Assisi Einrichtungen verschiedene Veranstaltungen statIm Sinne der systemischen Idee der lernenden Organisation haben die Franz von Assisi Einrichtungen ein vermutlich einmaliges Qualifizierungs- und Personalentwicklungssystem und -programm entwickelt. Unter Beteiligung aller Berufsgruppen und über alle Hierarchie-Ebenen hinweg findet eine lebendige Kommunikation, ein intensiver Austausch und fachlicher Diskurs über alle Standorte hinweg statt.
in Zusammenarbeit mit Bildungsträgern und Fortbildungsinstituten bietet ein breites Angebot an Qualifizierungsmöglichkeiten fachspezifische Wissens- und Kompetenzvermittlung. Kernelement sind sechstägige Grundschulungen in systemischer Arbeit, Traumapädagogik und Dialektisch-Behavioraler Therapie für Adeleszente (DBT-A), ergänzt durch das Themen-Transfer-Coaching mit vier nachfolgenden Intervisionstreffen nach Abschluss der Grundschulungen. Zudem dienen Grundseminare mit Follow-Up Tagen nach P.A.R.T. eine präventive Unterstützung vor Aggression und Gewalt.
t, an denen Mitarbeitende teilnehmen können. Diese Veranstaltungen sind Zeitfenster und Momente in denen sich die Mitarbeitenden begegnen, sich austauschen und miteinander wachsen können.
Die Angebote finden Einrichtungsübergreifend statt. Unabhängig von Herkunft, Religion oder Glaube, bieten diese Angebote viele persönliche Momente um sich persönlich wie auch die eigene professionelle Haltung zu reflektieren.
Grundschulungen und Themen Transfer Coaches
Unsere Konzepte sind nur ein Baustein, der unsere Qualität im pädagogischen Alltag sichern soll. Wir bieten allen Mitarbeitenden die Möglichkeit, unsere Grundschulungen zu besuchen. Diese sollen eine gute und sichere Basis bieten. Dadurch fühlen sich nicht nur die Mitarbeitenden im Alltag sicherer, sondern unsere Klient:innen erleben eine solide und stützende Begleitung und Betreuung. Die Grundschulungen werden in Kooperation mit der Bildungsakademie des St. Loreto Schwäbisch Gmünd angeboten und durchgeführt.