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Auch von den Auszubildenden lernen

Jugendhilfe Workshoptag im Canisiushaus für angehende Jugend- und Heimerzieher einer St.-Loreto-Klasse.

Schwäbisch Gmünd „Voneinander lernen – was macht die Jugendhilfe zu einem attraktiven Berufsfeld?“, lautete der Titel des Workshoptags im Canisiushaus. Die Franz von Assisi Gesellschaft (FvA) hatte eine Ausbildungsklasse des Instituts für Soziale Berufe in Gmünd, St. Loreto zum ganztägigen Event eingeladen. Die Fachschüler befinden sich gerade im zweiten Jahr der Praxisintegrierten Ausbildung (PiA) zum Jugend- und Heimerzieher. Ihre Eindrücke aus der Praxis, Wünsche und Kritiken durften und sollten die Auszubildenden äußern. Mit FvA-Führungskräften tauschten sie sich innerhalb mehrerer Workshop-Methoden wie dem „World Café“ zu vier Themenkomplexen intensiv aus. Manuela Bittner, als Leiterin der Canisius-Jugendhilfe Gastgeberin des Workshoptags, übernahm die Station mit dem Titel „Was macht einen guten Ausbildungsbetrieb aus?“. Ulf Müllers Thema von Seiten der Mitarbeitervertretung lautete: „Wie sieht eine gute Einarbeitung aus“? Workshop-Organisator und Leiter der Zentralen FvA-Dienste, Erich Staudenmaier, behandelte „digitale Trends“ und Klaus Hagmann, Leiter der Vinzentius-Jugendhilfe in Donzdorf, die Frage „Jugendhilfe oder Kita?“. Die Auszubildenden wurden von Klassenlehrer Markus Akilli und dem Leiter der Fachschule für Jugend- und Heimerziehung am St. Loreto, Markus Mayer-Wunderlich, begleitet.

Der Auszubildende Claudio fand an dem Workshoptag „richtig gut, dass man an die Leitungspersonen auch kritische Rückmeldungen richten konnte“. Das werde, so denke er, vor allem den künftigen Auszubildenden zugutekommen. Digitale Trends trafen sein Interessensgebiet am meisten. „Das ist einfach aktuell.“

Lisa sammelt ihre Berufspraxis gerade in einer stationären Einrichtung. Für sie beinhaltet eine optimale Einarbeitung, „dass die Dienste am Anfang begleitet sind, bis sich der oder die Auszubildende den Dienst alleine zutraut und das für das Team auch in Ordnung ist“. Und wie würde sie noch Unentschlossene motivieren, eine Ausbildung in diesem sozialen Bereich zu machen? „Jeder kann seine kreative Art und Weise einbringen. Und: Ich kann mit dem Abschluss auch studieren gehen und mir die weiteren Wege öffnen, wie ich möchte.“

Erich Staudenmaier resümierte nach einem „intensiven“ Workshoptag: „Es ist nicht nur wichtig, Auszubildenden klar zu machen, was von ihnen erwartet wird. Genauso wertvoll ist für alle Beteiligten, zu erfahren, was Auszubildende wollen und brauchen.“

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